Ungewollt gebloggt

Sind Weblogs tatsächlich die in letzter Zeit viel zitierten Klowände des Internets wie Jean-Remy von Matt in einem internen (inzwischen Weblog-)Rundmail schreibt? Und das, weil nicht alle `sein Deutschland` so sehen? Dabei haben doch die Kritiker “viel Zeit, Herzblut und auch Kreativität in Ihre Kritik gesteckt “.
Björn Ognibeni erzählt´s. Und das Handelsblatt nennt es “Kollerkommunikation”.

Interessiert am Podcast? “Ein einäugiger Zwischenblick: Du bist eine Klowand”

Update 24.01.2006
Es gibt sogar eine Eigenstudie vom Marktforschungsinstitut Rheingold die tiefenpsychologische Betrachtung der Wirkung der Kampagne.
...Dabei erzielt die Kampagne Aufmerksamkeit, weil sie sich „auf sehr ungewöhnliche Weise“ an das Publikum richte: Die Fernsehbilder erschienen, so die Beurteilung der in tiefenpsychologischen Interviews befragten 50 Männer und Frauen, den Rezipienten rätselhaft, der Text wirke mal „lyrisch“, mal „banal“, er provoziere Nachdenklichkeit und Widerspruch. „Die Print-Version lebt von der Kombination von prototypischen deutschen ´Ikonen´ mit meist sehr ungewöhnlichen Motiven“, erklären die Rheingold-Psychologen. Doch dabei bleibt es nicht: Die Kampagne rührt demnach auch an. Insbesondere die TV-Spots erinnerten nach Erkenntnis der Marktforscher daran, dass es „in unserem Deutschland“ ein diffuses „Mehr“ an Qualitäten und Werten gebe, auf das man stolz sein könne. „Die Kampagne lebt weder von einer simplen Botschaft noch von eindeutigen Bildern oder Gebrauchsanweisungen. Sie lebt von einer Provokation, der sich niemand entziehen kann: einer ganz persönlichen Haltung zum Komplex ´Deutschland´“, analysiert Rheingold...

Ob sich der Aufwand der Kampagne lohnt, darüber können allerdings auch die tiefenpsychologischen Rheingold-Forscher nur spekulieren.
[Quelle: Media und Marketing]