Schnitzeljagd

Wer die Jacke trug, wurde zum Ziel. Zum Ziel von Handykameras auf den Straßen von Wien.  Über eine GPS-App auf dem Smartphone konnten die entsprechenden Daten getrackt und online auf einer virtuellen Karte angezeigt werden. Wer die meisten der 50 Läufer der Catch The Flash-Aktion knipste, hatte die Chance auf 1 Platinbarren.

Diese Kombination aus Lauf-Event und Onlinegame wurde von Jung von Matt/Neckar auf die Beine gestellt.

Lullaby for Lullaland

LullalandSchlaf gut!

Matrazenhersteller Fey&Co. ist ganz und gar ausgeschlafen. Sie wandeln Twitter-Beiträge mit dem Hashtag #Goodnight in Töne um und lassen diese auf Lullaland abspielen. Matratze für Matratze das eigene Schlaflied komponieren

Geniale Idee von Jung von Matt/Elbe.

Ein Film ist nicht immer ein Film

80.000 Filme aus 190 Ländern mit einer Gesamtspieldauer von 4500 Stunden wurden gesichtet und zu einem 90minütigen Kinofilm zusammengeschnitten. Der YouTube Film „Life in a Day“ mit Szenen aus rund 400 Beiträgen startet in Deutschland in den [Programm?]Kinos.

Alle 15-Sekündiger stammen vom 24. Juli 2010. Der Film zeigt grob den Lauf des Tages vom Aufstehen bis Mitternacht. Jeder der mitmachte lieferte etwas zum Thema: Was liebst du? Wovor hast du Angst?

Ist das wirklich ein Kino-Film?

 

A Tribute

„This is a tribute to the stars on Facebook
Post on, my friends, p-p-ost on, my friends“

Welcher Facebook bist Du?

Maus-Gekritzel

Da ist sie nun – die berühmt berüchtigte Klowand im Internet: Die Wall of Fame. Das Geburtstagsgeschenk zum 50. von Edding.

für Edding die Wall of Fame

Ansehen und beim Kritzeln Zuschauen ist für alle möglich. Wer sich selber verewigen möchte, loggt sich erst bei Facebook ein, wählt einen Edding – oder wartet bis einer frei wird – und kann seine Künste da lassen. Alles passiert in Echtzeit. Selbst das Kratzen der Stifte übers Papier ist zu hören.

Das Webspecial stammt von Kemper Trautmann.

Käuflich

„Das Leben ist kein Ponyhof. Geritten wird trotzdem“. So ein Spruch vom Soziallegastheiker Stromberg.

Ponyhof Shirt„Das Leben ist kein Ponyhof.“ So steht es hier und bekommt man von dort: Shirt aussuchen. Beitrag bloggen. Shirt bestellen. Lieferung kommt.

Mitmachen kann so einfach sein.

Virales Marketing der offensichtlichen Art. Coole Idee Mädels und Jungs.

Ja, ich bin käuflich.

Die Kehrseite des Web 2.0

Zugegeben, ich kannte sie nicht. Und dennoch spricht inzwischen die Internetwelt von ihr – der „Quotenmutti“ Ute Hamelmann alias „Frau Schnutinger“ aus der Kampagne eines großen Mobilfunkanbieters .

Seit 11. Juli ist der Spot zu sehen und seit Anfang Juli betreibt Voda*** auch ein eigenes Blog. Dort erzählt sie aus ihrem Leben und ganz nebenbei über diverse Online-Portale und eben auch ihr neues Handy. Der Aufschrei der Bloggerwelt nach unterschwelliger PR und Unglaubwürdigkeit als Testimonial wurde laut. Die Quotenmutti macht da nicht mehr mit und nimmt Seiten vom Netz und verabschiedet sich von der bunten Glitzerwelt. Die witzigen Cartoons von Frau Schnutinger bleiben aber noch erhalten.

Die Süddeutsche berichtet indessen von inzwischen kursierenden gefälschten Kampagnen-Plakaten.

Diese erzielt wohl nicht den erhofften positiven Effekt. Dennoch ist sie derzeit in aller Munde. Es gibt eben auch die andere Seite des Web 2.0 – Es ist nicht alles glitzernd, schillernd und bunt.

Social vs. Viral

Beide Formen des Marketing wollen letztlich das Gleiche: weiterempfohlen werden.  Zur Zeit ist Social Media Marketing in aller Munde.

Wie man virales Marketing optimal in den Media-Mix einbezieht oder auf was man unbedingt achten sollte, um Kampagnen in nachhaltigere Kommunikationserfolge einzubinden, erläutern zwei Experten. Gemeinsam haben beide eine Studie zur Bedeutung von Emotionen für die Viralität von Videokampagnen vorgelegt.

Emotionen in viralen Videos
Emotionen in viralen Videos

Zwei Fragen und Antworten aus dem Interview:

W&V Media: Womit kann VM punkten bzw. was macht „Virals viral“, was sind die Key Facts?

Nils Andres: Schnelligkeit, vergleichsweise geringere Kosten, weniger Aufwand qualitativer und quantitativer Mafotests (als in der klassischen Werbung) sowie eine authentischere, höhere Anreizbildung bei guter Ausführung.
Martin Dräger: Wenn ein Unternehmen initiiert durch eine VM-Kampagne siebenstellige Reichweiten und eine wochen- bis monatelange Markenpräsenz im Internet erreicht, wenn Menschen sich dazu hinreißen lassen, für ihre Marke aktiv zu werden, dann hinterlässt das Spuren in der Markenwahrnehmung. Für mich enthält VM eine ganz wichtige DNA, die für Planer von entscheidender Bedeutung ist: „Finde die realen Themen des Konsumenten, spiel eine Rolle in seinem Leben, sei Gastgeber, Impulsgeber, um Rat Fragender. Entwickle Produkte oder kommunikative Inhalte, die sich nahtlos in seinen Alltag einfügen.“

W&V Media: Sie haben eine Studie aufgesetzt zu VM – wie lauten die Haupt-Erkenntnisse?

Nils Andres: Die Ansprache von negativen Emotionen wie Angst, Groll und Zorn haben den größten Einfluss auf die Motivation, Inhalte weiterzuleiten. Angst steht dabei für Unsicherheitsreduzierung durch Austausch mit anderen, Aufdeckung der Wahrheit, den Abbau kognitiver Dissonanzen und die Reduzierung eines inneren Spannungszustandes. Groll bzw. Zorn stehen für Spannung durch Schadenfreude, die Gemeinsamkeit des Gönnens dieser Schadenfreude und auch hier die Solidarität zur Reduzierung eines inneren Spannungszustandes.
Martin Dräger: Die Studie betrachtet isoliert, welche Emotionen anteilig für die virale Verbreitung von „Videos“ verantwortlich sind. Eine für mich sehr interessante Erkenntnis ist, dass der emotionale Moment der freiwilligen Weitergabe zu fast einem Drittel darüber entscheidet, ob ein Video erfolgreich seine Runde macht oder im Internet unentdeckt herumliegt. Angst sowie Groll und Zorn sind dabei der stärkste Motor für die Verbreitung, während Fröhlichkeit und Humor kollektiv deutlich weniger antreiben.