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Frau B.

Social vs. Viral

Beide Formen des Marketing wollen letztlich das Gleiche: weiterempfohlen werden.  Zur Zeit ist Social Media Marketing in aller Munde.

Wie man virales Marketing optimal in den Media-Mix einbezieht oder auf was man unbedingt achten sollte, um Kampagnen in nachhaltigere Kommunikationserfolge einzubinden, erläutern zwei Experten. Gemeinsam haben beide eine Studie zur Bedeutung von Emotionen für die Viralität von Videokampagnen vorgelegt.

Emotionen in viralen Videos

Emotionen in viralen Videos

Zwei Fragen und Antworten aus dem Interview:

W&V Media: Womit kann VM punkten bzw. was macht “Virals viral”, was sind die Key Facts?

Nils Andres: Schnelligkeit, vergleichsweise geringere Kosten, weniger Aufwand qualitativer und quantitativer Mafotests (als in der klassischen Werbung) sowie eine authentischere, höhere Anreizbildung bei guter Ausführung.
Martin Dräger: Wenn ein Unternehmen initiiert durch eine VM-Kampagne siebenstellige Reichweiten und eine wochen- bis monatelange Markenpräsenz im Internet erreicht, wenn Menschen sich dazu hinreißen lassen, für ihre Marke aktiv zu werden, dann hinterlässt das Spuren in der Markenwahrnehmung. Für mich enthält VM eine ganz wichtige DNA, die für Planer von entscheidender Bedeutung ist: “Finde die realen Themen des Konsumenten, spiel eine Rolle in seinem Leben, sei Gastgeber, Impulsgeber, um Rat Fragender. Entwickle Produkte oder kommunikative Inhalte, die sich nahtlos in seinen Alltag einfügen.”

W&V Media: Sie haben eine Studie aufgesetzt zu VM – wie lauten die Haupt-Erkenntnisse?

Nils Andres: Die Ansprache von negativen Emotionen wie Angst, Groll und Zorn haben den größten Einfluss auf die Motivation, Inhalte weiterzuleiten. Angst steht dabei für Unsicherheitsreduzierung durch Austausch mit anderen, Aufdeckung der Wahrheit, den Abbau kognitiver Dissonanzen und die Reduzierung eines inneren Spannungszustandes. Groll bzw. Zorn stehen für Spannung durch Schadenfreude, die Gemeinsamkeit des Gönnens dieser Schadenfreude und auch hier die Solidarität zur Reduzierung eines inneren Spannungszustandes.
Martin Dräger: Die Studie betrachtet isoliert, welche Emotionen anteilig für die virale Verbreitung von “Videos” verantwortlich sind. Eine für mich sehr interessante Erkenntnis ist, dass der emotionale Moment der freiwilligen Weitergabe zu fast einem Drittel darüber entscheidet, ob ein Video erfolgreich seine Runde macht oder im Internet unentdeckt herumliegt. Angst sowie Groll und Zorn sind dabei der stärkste Motor für die Verbreitung, während Fröhlichkeit und Humor kollektiv deutlich weniger antreiben.

Frau B.

Nicht neu aber innovativ

Zehn Internet-Start-Ups rangen auf dem Web 2.0 Kongress in München um die Gunst des Publikums.

Nominiert waren:

   1. Pendla.de ist eine Online-Plattform zur Vermittlung von Fahrgemeinschaften.
   2. Das Beko Käuferportal unterstützt Mittelständler, Freiberufler und Selbständige beim Kauf von preiswerten gewerblichen Produkten und Dienstleistungen.
   3. Schenkando ist nach eigenen Angaben Deutschlands erstes Portal für die direkte Monetisierung von Gutscheinen und Geschenkkarten.
   4. Smaboo, eine Agentur für Botschafter-Marketing, hat eine Plattform eingerichtet, auf der Unternehmen und Agenturen Botschafter-Programme aufsetzen und durchführen können.
   5. Comicstars hat eine Plattform-Software-Kombination entwickelt, die es jedem erlaubt, Comics und Mangas für den Vertrieb vorzubereiten und zu verkaufen.
   6. Loomondo, ein virtueller Jobvermittlungsdienst für Heimarbeit.
   7. sMeet bietet audiovisuelle 3D-Welten, in denen sich Menschen treffen und austauschen können.
   8. Auf Roccatune können zwei Millionen Lieder kostenlos und in voller Länge angehört werden.
   9. Kellnerkartei ist eine Internet-Stellenbörse für Gastro-Jobs im Aushilfs-, Nebenjob- und Saisonbereich.
  10. Talential hilft Unternehmen Fach- und Führungskräfte zu finden.

Sieger wurde die Nummer acht:
Roccatune ist ein kostenloses, interaktives und legales Musikportal, über das sich mehr als 1,5 Millionen Songs in bester Qualität einzeln und in voller Länge abspielen lassen. Nutzer können unbegrenzt Playlisten erstellen und diese von jedem Computer mit Internet-Anschluss in ganz Deutschland abrufen. Neben einzelnen Liedern werden auch ganze Alben zur kostenlosen Nutzung angeboten.

Vor 11 Jahren als Suchmaschine gestartet und mit immer weiteren Services ausgestattet, hat es letzten Endes doch nicht gereicht. Und dann sieht die Internetwelt von heute auf morgen das:

Lycos lebt   Lycos offline

Das einst größte europäische Internetportal wird teilweise abgewickelt, das Domaingeschäft, das Geschäft mit Internetshopping sowie das dänische Portal sollen verkauft werden.

Frau B.

136 Klicks später

… war es fort. Das Blog. Der Blog. Die ganze Arbeit. Er hat sie weitergegeben. Für eine Menge Geld.

Blogwelt im Verkauf 

Sogar das ZDF berichtete darüber:

Frau B.

Erster in vielerlei Hinsicht

Nicht nur die IT-Welt besucht ihn gern; auf seinem Blog: Robert Basic. Ein Blogger der ersten Stunde der übers Internet, die Blogosphäre und den Web 2.0-Kram schreibt. Damit soll nun Schluss sein. Mit dem Basic Thinking Blog. Und was macht man mit Dingen, an denen man hängt, die man aber aufgibt, um sich neuen Projekten zu widmen? Man verkauft es. Aber nicht bei den einschlägigen Portalen, sondern dort wo jeder bei 3,2,1 vielleicht Meins sagen kann.

Interessant die quantitativen Aussagen zu seinem Blog. Viel Erfolg.

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