Kaum sind die Thesen raus, schon gibt es die ersten Widersprüche. Der Gründer von nugg.ad meint:
“Diese Thesen gehen an der Realität der Mediaplanung – bei aller Begeisterung für Social Media – in mehrfacher Hinsicht grob vorbei”
Weil:
- In aller Regel wird Werbung für große Reichweiten geplant – nur wenige Produkte mit nennenswerten Budgets richten sich an wirklich spitze Zielgruppen. So beeindruckend die Reichweiten der Social Communities sind – für eine typische Werbekampagne sind diese Zahlen nicht einmal annähernd ausreichend!
- Die aufregenden Web2.0 Beispiele werden meist mit Marken illustriert, die von Natur aus ein hohes Involvement erzeugen. Die Realität ist aber, dass Werbung häufig für typische Low-Involvement-Produkte gemacht wird, die Menschen eben beiläufig im Supermarkt kaufen.
- Zielgruppenmodelle sind – das sollte man nicht vergessen – auch immer Modelle gewesen, um skalierbar große Mengen von potenziellen Konsumenten anzusprechen.

Die koffeinhaltige Brause macht Freude mit der aktuellen Kampagne. Konzipiert als Social-Media-Auftritt zielt sie vorrangig auf Facebook und die VZ-Portale. Hier kann man seinen Freunden mitteilen, ob man gerade “happy”, “zappelig”, ”angenervt” oder “irgendwie komisch” drauf ist. Darauf abgestimmt kann man Musik aus den Genres z.B. Pop, Hip Hop, Alternative oder auch Schlager hören.
Nicht zu vergessen: Herr Dose hat zu jeder Stimmung die passende Klamotte.
Absoluter Coolnessfaktor. Mach Dir Freude auf!
Die Kampagne entstand in Zusammenarbeit mit Scholz & Volkmer und Mech, Berlin.
Ja es ist ein iPad – der 680 Gramm coole “Luxus-E-Book-Reader”. Zum surfen, mailen, Videos ansehen, Musik hören und spielen.
Apple zielt schon lange nicht mehr primär auf die featureberauschte Geek-Population, sondern auf den Massenmarkt. Die Geeks dürfen die erste Gerätegeneration kaufen und für den Wirbel sorgen, aber die eigentliche Zielgruppe sind ganz normale Leute, die ein simples, problemloses Unterhaltungsgerät wollen. Und genau danach sieht das iPad aus.
Solche und andere Meinungen sind neuerdings hier zu lesen. Doch Ap*le ist der Geldregen sicher. Bestimmt.
Den Marketing-Ansatz der anderen Art stellt die Grafik wunderbar dar. Nachzulesen hier >>>
Gruselig dagegen der Beitrag in der FAZ über die Methoden, wie solch technischen Geräte produziert werden: Fast 250.000 Menschen arbeiten auf dem Werksgelände, heißt es. Arbeiter schlafen in Sälen mit bis zu hundert Menschen in Etagenbetten. Sechs Tage in der Woche arbeiten sie, ein Monatslohn von rund 200 Euro gilt als üblich.
Comscore hat sie unter die Lupe genommen, die Top 10 der Deutschen Online-Display-Publisher und ~Werber in Deutschland: Im September 2009 haben sie mehr als 50 Milliarden Displayanzeigen geschaltet, die von 43 Millionen Nutzern betrachtet wurden. Erfasst wurden statischen Banner, Rich Media und Videowerbung.
über 3.000 Werbebotschaften prasseln täglich auf einen Verbraucher ein, haben Werbeforscher beobachtet. Gemessen daran ist das Internet immer noch Entwicklungsland: ausgeliefert worden sein.
David Grollmann von Internetworld hat es nachgerechnet: 50 Milliarden Ad Impressions an 43 Millionen Nutzer machen “39 Banner pro Surfer und Tag – geradezu paradisische Zustände. Die schlechte Nachricht: Von 3.000 Botschaften werden nur 52 wahrgenommen. Macht 1,73 Prozent. Wendet man diesen Schnitt auf die 39 Banner an, bleiben unterm Strich noch 0,67 Banner pro Tag. Anders ausgedrückt: Nach drei Tagen hat ein Nutzer gerade einmal zwei Banner wirklich gesehen. Nach oben ist also noch viel Platz.”
Grillen ist auch im Winter angesagt. Und dazu braucht man natürlich Würstchen mit Heinz Ketchup >>>

Im neu gewandeten Webauftritt kann man viele Web 2.0 Features bestaunen: eigene Heinz Bilder auf Flickr hochladen, über YouTube mit einem Video Generator einen eigenen Clip drehen, man kann Fan der Facebook Page werden, ein neuer TV Spot aus UK präsentiert und im Shop findet Anhänger all das was man gebrauchen könnte…
“Lasst uns das neue Medium entdecken und schauen, was passiert”. Das war das Motto, mit dem vor 15 Jahren das erste Banner im Internet geschaltet wurde.
[via Internetworld]
Ohne Hände kommt man mit den Füssen nicht weiter.
Für die Schuhmarke softinos mit dem Claim “Happy Feet” wurde sich etwas besonderes ausgedacht: Ein mit den Füßen gesteuertes Online-Spiel. Im Foot-Camp gilt es Bälle zu jonglieren, gefährlichem Fußpilz auszuweichen und einen Geschicklichkeitsparcour zu durchqueren.
Damit Schummeln ausgeschlossen ist, müssen während des Spiels die Tasten “Q” und “Enter” gleichzeitig gedrückt gehalten werden.
Clevere Idee von Scholz&Volkmer für flinke Füsse.
Ein 27 jähriger Amerikaner weiß schon jetzt, was er an jedem einzelnen Tag bis Juli 2010 anziehen wird. Und er weiss, dass er bis Jahresende 70.000 Doller verdient haben wird. Mit seinem Oberkörper!
T-Shirts als reine Werbegeschenke sind out. Der American Guy bietet Unternehmen und auch privaten Kunden seinen Oberkörper für 24 Stunden zur Miete an. Dort können sie ihre Werbebotschaft platzieren.
Und noch etwas ist für Firmen interessant: Für jeden Kunden wird das Produkt in den höchsten Tönen betanzt, bereimt, besungen und auf verschiedenen Plattformen im Internet präsentiert. Leichter kann man eine Community in Social Media nicht erreichen.
[via Süddeutsche]
Auf dem Bau ist allerhand zu tun.
In diesen drei Disziplinen winkt nicht nur der Titel “Baumeister 2009“ sondern u.a. auch der mögliche Gewinn von 10.000 Euro. Ausgelobt nicht vom Bauhandwerk sondern ein Schokoladenhersteller lockt mit “riesigen” Preisen.