Wer die Jacke trug, wurde zum Ziel. Zum Ziel von Handykameras auf den Straßen von Wien. Über eine GPS-App auf dem Smartphone konnten die entsprechenden Daten getrackt und online auf einer virtuellen Karte angezeigt werden. Wer die meisten der 50 Läufer der Catch The Flash-Aktion knipste, hatte die Chance auf 1 Platinbarren.
Diese Kombination aus Lauf-Event und Onlinegame wurde von Jung von Matt/Neckar auf die Beine gestellt.
“Beste Grüsse aus dem Bauch des trojanischen Pferdes..” In der Agenturwelt kennt man das Pferd auch als Jung von Matt. So grüsste die Agentur die Mitbewerber mittels Facebook Places. Ein Hackerangriff kleiner technischer Trick umging die Sperre für den vorläufig nur für die USA nutzbaren Dienst. Somit brauchten nicht alle Deutschen Werber Facebook-User ihre Standorte einpflegen. Den Job hatte schon jemand übernommen.
Und so ganz nebenbei wollte man Personal abwerben. Und promt kam die Antwort.
Jetzt heisst es bei FriendScout24: ”Wir verlieben Dich”. Damit wird der bisherige Claim “So verliebt man sich heute” ersetzt. Den aktuellen TV-Spot mit dem sogenannten Pulfrich-Effekt gibt es auf einschlägigen Portalen zu sehen.
Das klassische Motiv von Verliebten: Ein in die Baumrinde geritztes Herz ist im Münchner Englischen Garten zu finden. Umgesetzt wird die Kampagne mit Sassenbach.
Die Guerilla Marketing Föderation soll die Diskussion zur Profilierung alternativer Werbeformen wie Guerilla Marketing, Ambient Media, Ambush-Marketing, Viral-Marketing, etc. fördern.
Trotz Werbeverbot in Schulen ließ es sich die Holtzbrinck-Tocher “SchülerVZ” nicht nehmen, illegal Werbung auf den Schulweg und Schulhof zu machen. Straßen”malereien”, Flyer und Post-It´s wiesen auf die Community hin.
Lehrer und Eltern waren darüber nicht sonderlich erfreut. Es soll wohl Anzeige erstattet werden. RTL regional zeigt die Nacht-und-Nebel-Aktion und berichtet: “Mit Kosten für Reinigung und Entsorgung hat das Internetportal schon gerechnet und Geld zurückgelegt…”
An dieser Stelle ein Danke für die Bildausleihe beim Live-Miterleber Wonko.
Wie manches andere auch, begann es auch hier mit einer Frage. Heute mal von Florian:
“Gibt es berühmte, aber gescheitertes Guerilla Marketing – Beispiele, sozusagen, wie man es nicht machen sollte, Negativbeispiele?”.
David Eicher, einer von Brainwash, fand ein paar Antworten mit viel “Beweismaterial”.
Hier die Stichworte:
Guerilla-Marketing sollte normalerweise mit geringen Mitteln viel erreichen
Guerilla-Marketing will die Menschen für eine Marke/ein Produkt gewinnen und nicht vergraulen
Guerilla-Marketing will im Gedächtnis der Leute hängen bleiben
Guerilla-Marketing ist Markenkommunikation der unkonventionellen Art
Guerilla-Marketing ist kreativ und agiert clever aus dem Hinterhalt
Guerilla-Marketing besitzt einen hohen Unterhaltungswert
Guerilla Marketing funktioniert nach dem Prinzip “Hit & Run”
Taxis fahren Kaffeebecher von Starbucks spazieren. In Hamburg, Berlin, Düsseldorf, Frankfurt.
Für die verwunderten Passanten sieht es so aus, als wäre der Becher auf dem Dach vergessen worden. Wenn sie den Fahrer auf das “Missgeschick” hinweisen, so werden sie dafür belohnt: Sie erhalten dann nämlich einen Gutschein von Starbucks.
Die Aktion ist in der Starbucks-Heimat Tradition. Thomas Hawk war sogar live dabei.
Realisiert wurde die deutsche Variante von Ketchum, München. Enstanden sind sie aus einem Zusammenschluss der PR-Agentur Ketchum und TBWAPR und gehören zur Omnicom-Gruppe.
Nicht überladen? Kommt immer drauf an, wer die Verantwortung trägt. Warum zweifach löhnen für Dinge, die Schönen…
Verdoppel die Phantasie und verdreifach den Spaß. Lass dir nur nichts doppelt andrehen, wenn du in Wirklichkeit einen Zweier willst.
-Double Charge-
Bildquelle: Crumpler
Mal ehrlich. Wer denkt bei solchen Beschreibungen schon an Taschen?
Die Taschen mit den bizarren Namen stammen von der australische Kultmarke Crumpler.
Anfang der 90-er Jahre begründete Stuart Crumpler mit zwei Partnern in Melbourne das Geschäft. Als Eigentümer eines Kurierdienstes statteten sie ihre Fahrer mit den Taschen aus. Inzwischen gibt es in Deutschland neun Läden.
Bekanntheit verschaffen sich die Australier ebenso ungewöhnlich. Zum Beispiel mutieren die Produkte in den Katalogen zu `Persönlichkeiten`, die auch rezitieren. So die Angaben des Herstellers zur Tasche “Aggott”, die nach ein paar Drinks Textzeilen aus John-Malkowich-Filmen vorträgt.
Unkonventionelle Andersartigkeit wird auch gern mit dem jährlichen “Beer for Bags“-Promotion zelebriert. In den USA werden statt harte Dollar Bier als Zahlungsmittel angenommen.
Bruno Banani (Mode aus Chemmnitz) kontrolliert die Unterwäsche des Mannes in Deutschlands Fußgängerzonen. Zwischen dem 29. September und dem 11. November sind im Auftrag des Unternehmens Style-Politessen unterwegs.
Wolfgang Jassner, Geschäftsführer bei Bruno Banani: “Deutsche Männer kaufen pro Jahr im Schnitt drei Unterhosen und geben dafür gerade mal 15 Euro aus. Mit charmantem Witz wollen wir hier auf die Missstände unter der Gürtellinie hinweisen.” Style-Sünder werden mit einer charmanten Verwarnung der Politessen und dem Gelöbnis der Besserung nach Hause geschickt.
Aktionsstädte für die Kontrolle sind Westerland auf Sylt, Stuttgart, Berlin, Leipzig, Hamburg, Köln, Frankfurt, Bremen und Osnabrück.