17.09.2009
Mensch oder Maschine?
Werden sogenannte Captcha eingesetzt, so soll überprüft werden, ob es sich beim Gegenüber um einen Menschen oder eine Maschine handelt. Dazu werden kleine Aufgaben gestellt, die für Menschen einfach zu lösen sind. Für den Computer sind diese Aufgaben hingegen unlösbar.
Captcha steht für “Completely Automated Public Turing test to tell Computers and Humans Apart”. Diese finden sich meist in Form eines kleinen Kästchens, in das Ziffern oder Buchstaben, die durch einen Bildfilter verzerrt werden, eingetragen werden müssen. Manchmal sind das auch einfache Rechenaufgaben.
Google übernimmt nun den 2007 gestarteten Captcha-Entwickler recaptcha. Das Unternehmen soll bei Google zum einen das eigene, eher simple Captcha-System ersetzen und zum anderen bei Googles Buchprojekt helfen.
ReCaptcha, einst als Projekt der School of Computer Science der Carnegie Mellon University gestartet, wählt für seine Text-Captchas Wörter aus, an denen sich zuvor schon ein gutes OCR-Programm (Optical Character Recognition) die Zähne ausgebissen hat. Dem Internetnutzer, der eine Webseite mit einem ReCaptcha-Plug-in besucht, werden immer zwei Wörter präsentiert, die überlappende Buchstaben aufweisen und zusätzlich durch Deformationen verzerrt sind. Das Besondere an der ReCaptcha-Methode ist nun, dass der Nutzer nur ein Wort richtig erkennen und in das Kästchen eintragen muss – und dass er beim zweiten Wort eigentlich schreiben könnte, was er will. Das weiß der Nutzer aber in der Regel nicht, sondern tut, was ihm aufgetragen wurde, nämlich beide Wörter korrekt in das Kästchen einzutragen.
[via heise]






