Monatsarchiv für Mai 2009

Frau B.

zwei.null trends

Internet-Marktforscher Innofact und deutsche-startups.de planen Studien um Trends und Entwicklungstendenzen im Internet. Schwerpunkttehmen sollen Twitter, Meta Communities, Mobile Shopping, Mobile Usability, Datenschutz, Open ID & Co sowie Social Bookmarking sein.

Im vergangenen Jahr erschien erstmalig zwei.null trends im PDF-Format. Dafür wurden im August 2008 in einer internet-repräsentative Online-Umfrage über 1.000 Internetnutzer sowie 297 Besuchern von deutsche-startups.de in einer On-Site-Befragung (aus Sicht von Internet-Professionals) zu Web 2.0, Tendenzen im Online-Shopping, Mobiles Internet sowie Gaming befragt.

Aktuell erschienen sind die Ergebnisse zum Thema Twitter. Fazit: Obwohl Twitter von den meisten Befragten als neu und innovativ angesehen wird und die Microblog-Nutzung unter den Web-Professionals bislang wächst, ist es nicht „the next big thing“ – wie schon so häufig publiziert. Nur 15 Prozent der Befragten haben diesen Anspruch an Twitter. So ist zu erwarten, dass zukünftig der Anteil an inaktiven Twitter-Nutzern, die keine Meldungen verfassen (liegt derzeit bei 10 Prozent) oder keine Meldungen (mehr) lesen (4 Prozent), zunehmen wird.

Die Webevangelisten haben gezählt: Im April 2009 gab es etwa 62.000 aktive deutschsprachige Twitternutzer.

Demografische Twitter-Daten aus den USAErstaunliche Daten kommen dazu aus den US: Der Mikro-Blogging-Dienst Twitter ist zwischen Februar 2008 und Februar 2009 in den USA um 1382 Prozent gewachsen (7,038,000 Member). Das geht aus einer Nielsen-Untersuchung hervor, in der das Marktforschungsinstitut die fünf am schnellsten wachsenden Web-2.0-Plattformen listet.

Aber: Trotz des rasanten Wachstums kehren 60 Prozent der Nutzer im Folgemonat nicht wieder zurück. So steht es hier und hier.

Weiter rauscht es im Twitterwald…

Frau B.

Tag für Tag Typografie

Bald gibt es den Neuen. Das neue Typodarium 2010. Der andere Abreißkalender.

365 unterschiedlichen Schriften – Brotschriften und Typospielereien, Zeichensätze und Satzzeichen, alte Meister und junge Wilde, Lieblingsschriften aus aller Welt. Auf der Vorderseite wie gewohnt in klassisch-funktionaler Weise das Datum. Auf der Rückseite Hintergründe und Details, Entwerfer und Bezugsquelle.

Typografie-Kalender 2010365 Fonts by 50 Foundries and Designers.
368 zweiseitig mit Leuchtfarbe bedruckte Blätter
Format 8,5 x 12 cm
Aufhängen oder Aufstellen
EAN 4260172810104
Erscheint voraussichtlich im August 2009
16,80 EUR

STUDIE

Online-Media ist  in Europa fest etabliert und wird bereits ähnlich häufig genutzt wie die klassischen Medien.  Selbst in Krisenzeiten planen mehr als drei Viertel aller befragten Media-Entscheider in 2009 mehr in Onlinemarketing zu investieren als 2008.

In 14 Ländern Europas (Türkei, Schweden, Portugal, Polen, den Niederlanden, Italien, Frankreich, Spanien, Dänemark, Deutschland, der Schweiz, Belgien und Österreich) wurden Ende 2008/ Anfang 2009 873 Mediaplaner über den Status quo ihrer Investments, zukünftige Budget-Planung und ihre Einstellungen zu Online-Marketing befragt.

Neo@Ogilvy Düsseldorf hat gemeinsam mit dem Hürther Marktforschungsunternehmen SKOPOS die Befragung durchgeführt.

Ergebnisse der Digital Marketing Compass 06 sind:

1. Online-Media wird in Europa bereits ähnlich häufig genutzt wie die klassischen Medien.

2. Auch in Zeiten der Krise ändert sich die Verteilung der Budgets im Vergleich zu 2008 nur geringfügig. Insgesamt planen 79 Proeznt der Befragten in 2009 mehr ins Internet zu investieren als 2008.

3. Die vielfältigen Möglichkeiten des digitalen Marketings sind in der Regel bekannt und werden entsprechend genutzt. Die Nutzungshäufigkeit von Social Media steigt von sechs Prozent in 2008 auf sieben Prozent in 2009.

4. Insgesamt ist ein eindeutiger Trend zu Qualität und Professionalisierung zu erkennen. Die Instrumente des digitalen Marketingmixes, etwa SEO und SEM, werden zunehmend von spezialisierten Agenturen umgesetzt.

5. Insgesamt glaubt die Mehrheit der Befragten (75 %) an eine signifikante Änderung des Kommunikationsmixes, bedingt durch grundlegende Veränderungen beim Medienkonsum. Am stärksten werden Mobile Marketing, das Email-Marketing mit eigenen Adressen sowie Search (SEO und SEM) an Bedeutung gewinnen.
Die Mehrheit ist der Ansicht, dass ihr Unternehmen auch 2009 mehr oder deutlich mehr in das Internet investieren wird.

6. Im Ländervergleich zeigen sich deutliche Differenzen im Hinblick auf das digitale Marketing.

7. In einigen Ergebnissen zeigen sich bemerkenswerte Unterschiede zwischen Selbstplanern mit Budgets unter einer Million Euro und Nicht-Selbstplanern, die Agenturen einschalten.

via eu-marketingportal.de

Frau B.

Online goes Print

Das Onlinemarketing-Magazin Adzine machte es vor. Das Magazin kann für alle zwei Monate abonniert werden.

Jetzt zieht die Fotocommunity nach. Es soll ein Magazin von Fotografen für Fotografen werden. Mit Tipps und Tricks. 100 Seiten stark. Vierteljährlicher Erscheinungstermin. 7,80 Euro.  Passend dazu wird ein Cover-Contest ausgerufen. Noch schnell bis 25. Mai ein eindrucksvolles Tierportrait hochladen. Gibt es auch am Kiosk.

Frau B.

Social vs. Viral

Beide Formen des Marketing wollen letztlich das Gleiche: weiterempfohlen werden.  Zur Zeit ist Social Media Marketing in aller Munde.

Wie man virales Marketing optimal in den Media-Mix einbezieht oder auf was man unbedingt achten sollte, um Kampagnen in nachhaltigere Kommunikationserfolge einzubinden, erläutern zwei Experten. Gemeinsam haben beide eine Studie zur Bedeutung von Emotionen für die Viralität von Videokampagnen vorgelegt.

Emotionen in viralen Videos

Emotionen in viralen Videos

Zwei Fragen und Antworten aus dem Interview:

W&V Media: Womit kann VM punkten bzw. was macht “Virals viral”, was sind die Key Facts?

Nils Andres: Schnelligkeit, vergleichsweise geringere Kosten, weniger Aufwand qualitativer und quantitativer Mafotests (als in der klassischen Werbung) sowie eine authentischere, höhere Anreizbildung bei guter Ausführung.
Martin Dräger: Wenn ein Unternehmen initiiert durch eine VM-Kampagne siebenstellige Reichweiten und eine wochen- bis monatelange Markenpräsenz im Internet erreicht, wenn Menschen sich dazu hinreißen lassen, für ihre Marke aktiv zu werden, dann hinterlässt das Spuren in der Markenwahrnehmung. Für mich enthält VM eine ganz wichtige DNA, die für Planer von entscheidender Bedeutung ist: “Finde die realen Themen des Konsumenten, spiel eine Rolle in seinem Leben, sei Gastgeber, Impulsgeber, um Rat Fragender. Entwickle Produkte oder kommunikative Inhalte, die sich nahtlos in seinen Alltag einfügen.”

W&V Media: Sie haben eine Studie aufgesetzt zu VM – wie lauten die Haupt-Erkenntnisse?

Nils Andres: Die Ansprache von negativen Emotionen wie Angst, Groll und Zorn haben den größten Einfluss auf die Motivation, Inhalte weiterzuleiten. Angst steht dabei für Unsicherheitsreduzierung durch Austausch mit anderen, Aufdeckung der Wahrheit, den Abbau kognitiver Dissonanzen und die Reduzierung eines inneren Spannungszustandes. Groll bzw. Zorn stehen für Spannung durch Schadenfreude, die Gemeinsamkeit des Gönnens dieser Schadenfreude und auch hier die Solidarität zur Reduzierung eines inneren Spannungszustandes.
Martin Dräger: Die Studie betrachtet isoliert, welche Emotionen anteilig für die virale Verbreitung von “Videos” verantwortlich sind. Eine für mich sehr interessante Erkenntnis ist, dass der emotionale Moment der freiwilligen Weitergabe zu fast einem Drittel darüber entscheidet, ob ein Video erfolgreich seine Runde macht oder im Internet unentdeckt herumliegt. Angst sowie Groll und Zorn sind dabei der stärkste Motor für die Verbreitung, während Fröhlichkeit und Humor kollektiv deutlich weniger antreiben.