Frau B.

Marken von morgen III

Muji – ???? – Mujirushi Ryohin – keine Marke aber dennoch Qualitätsware

Muji CD-PlayerUnd genauso reduziert und funktional wie diese Definition sind denn auch die Produkte gehalten: Aufbewahrungs-Boxen aus opakem, milchweißem Kunststoff; zylindrische Teegläser, das Stück zu zwei Euro; holzkohlefarbene Flanell-Sofabetten; silbern blitzende Klappfahrräder; Acrylglas-Container für CDs; platzsparende Stapeldöschen für Kosmetika, Aktenordner-Regale aus brauner, ungefärbter Presspappe; ein Visitenkarten-Etui aus Aluminium (längst ein Muji-Klassiker und angeblich ein Muss in Manhattan) sowie der “Elastizität” dienliches Rosen-Badesalz im wiederverwendbaren Plastiktiegel zu 5,50 Euro.

Das Unternehmen wurde 1980 gegründet als ein Gegenmittel zu den Designermarken und dem Übermaß, das gleichzeitig modisch war.

Gefunden im Textarchiv.

 

Tatsächlich ist Muji so etwas wie die japanische Version von Ikea, allerdings ein wenig elitärer. Zu den Designern, die in der Kommunikation des Unternehmens kaum genannt werden, gehören Jasper Morrison und Konstantin Grcic (ehemaliger Assistent von Jasper Morrison). Dabei setzt Muji nicht auf riesige Märkte auf der grünen Wiese, sondern eher auf kleine Läden in Innenstadtlage.

Dem Schlichten verpflichtet.

 

An der Hochschule für Gestaltung in Offenbach wurde das Phänomen Muji sogar Gegenstand einer Abhandlung: “Wie es mit einer `no-brand`-Strategie gelingen kann, weltweit zu einer Kultmarke zu werden” (auch als PDF zum Download).

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