22.10.2006
Eigen:Pause
Zeit für ein bisschen Abwesenheit.
Zeit für ein bisschen Abwesenheit.
Studie der amerikanischen Blog-Suchmaschine Technorati und der PR-Agentur Edelmann:

Bildblog, Spreeblick und Basic Thinking sind die Blogs mit dem größten Einfluß in Deutschland. Als Maßstab für den Einfluß wurde die Zahl anderer Blogs oder Internetseiten herangezogen, die auf ein Blog verlinken, dessen Inhalt also als wichtig oder zumindest lesenswert erachten.
Unter den 100 einflußreichsten Blogs befassen sich 25 mit Technikthemen, 22 sind private Tagebücher, zwölf beschäftigen sich mit Medien oder Öffentlichkeitsarbeit, elf haben Kultur oder Unterhaltung als Inhalt, und acht Blogs lassen sich über Politik aus.
Basic Thinking spricht darüber
Diese Liste sorgte für Aufregung in der Blogosphere. Vorwurf: Einige Blogs würden Links automatisch generieren und seien daher besser gerankt.
Die Marketing-Börse stellt eine neue Studie vor: Demnach reden alle über Weblogs, aber die Wenigsten kennen sie. Von über tausend befragten Online-Marketing-Experten kannte beispielsweise nicht einmal jeder Sechste das Basic Thinking Blog.
Hier die komplette Liste aller untersuchten deutschen Marketing-Blogs.
Die bekanntesten Marketing-Blogs:
1. Werbeblogger 31,4%
2. Dr. Web 30,4%
3. e-commerce-blog.de 23,9%
4. Besserwerberblog 21,7%
5. Fischmarkt 20,8%
6. nicozorn.com 17,7%
7. medienrauschen 17,4%
8. Internetmarketing-News.de 17,1%
9. PR-Blogger 16,8%
10. Webmaster & SEO Blog 16,1%
Ein interessantes Mashup (Mashup bezeichnet die Erstellung neuer Webinhalte durch die nahtlose (Re-)Kombination bereits bestehender Webinhalte und -angebote) liefert das Media Projekt: German Top50 Blogs.
Yahoo Panama, so der Name des neuen Werbenetzwerkes von Yahoo!. Es ersetzt das alte (Overture)System.
Es soll Werbetreibenden künftig ermöglichen, ihre Suchmaschinen-Marketingkampagnen auf Yahoo! sowie im Partnernetzwerk von Yahoo! schneller online zu bringen.
Demnächst wird Yahoo die Anzeigen nicht mehr nur nach dem gebotenem Klickpreis ranken, sondern die Qualität der Anzeige wird eine Rolle spielen.
Im Gegensatz zu Google ist Yahoo aber deutlich transparenter und zeigt den Werbetreibenden ihren “Quality Index” auf einer Skala von 1 bis 5 an. In den Quality Index werden die Klickrate, “keywords related to ad copy”, Landingpage und weitere Faktoren einfließen.
Eine schnelle Übersicht über die wichtigsten Punkte plus ein paar Screenshots liefert Searchenginewatch.
Also das hat mich dann doch überrascht. Fragte EMNID mal wieder die Deutschen: Was erwarten die Nutzer von Podcast und IP-TV?
Die Befragung ergab, dass viele Nutzer gar nicht wussten, wovon die Rede ist. Vielen Nutzern ist der Begriff “Internet-Fernsehen” zwar bekannt, doch wirklich auseinandergesetzt hätten sie sich mit dem Thema nicht.
Unter denjenigen, die Podcasts mindestens dem Namen nach kennen, ist das Interesse an Informations- und Entertainment-Angeboten relativ ausgeglichen. Wie zu erwarten besteht das höchste Interesse an allgemeinen Nachrichten, gefolgt von Musikclips und Reportagen zum aktuellen politischen Geschehen. Weniger Interesse besteht an der Zweitverwertung von Radio-, TV- und Printinhalten: Hier liegt das Interesse bei 20 bis 30 Prozent. Sport- oder Wirtschaftsnachrichten, Berichte zum Szeneleben oder private Podcasts scheinen hingegen wenig Anziehungskraft zu haben.
Bildquelle: wuv
STUDIE:
Online-Marketing kommt ohne Banner nicht aus. Welches die meist eingesetzten in 2006 waren, recherchierte die EIAA (European Interactive Advertising Association – der Branchenverband der pan-europäischen Online-Vermarkter). Die Studie “European Ad Formats Report 2006” zeigte das:
Super Banner –> 28 Prozent (+19 Przentpunkte)
Fullsize Banner –> 25 Prozent (-35 Prozentpunkte)
Rectangle –> 13 Prozent
Medium Rectangle –> 12 Prozent
Skyscraper –> 12 Prozent
Wide Skyscraper –> 10 Prozent
Fazit: Insgesamt geht der Trend in Deutschland dahin, Markenwelten mittels emotionaler Inszenierungen zu transportieren und dabei die Internetnutzer interaktiv einzubinden.
Der Dorn im Auge: Verschiedene Medienunternehmen sehen sich bei YouTube (vor kurzem von Google gekauft) in ihren Urherberrechte verletzt. Das Wall Street Journal berichtet, dass Experten der beteiligten Medienkonzerne einen möglichen Forderungsbetrag von 150.000 Dollar pro illegal platziertes Video genannt hätten.
Das erste Plattenlabel zieht vor Gericht: Universal Music.
Grouper.com und Bolt.com wird vorgeworfen, den Tausch von Musikvideos zu unterstützen. Grouper-Chef Josh Felser schätzt die Klage als wertlos ein, da die Webseite auf amerikanischem Recht beruhe. Laut Branchenbeobachtern dürfte das jüngste gerichtliche Vorgehen von Universal eher dazu dienen, den rechtlichen Rahmen des amerikanischen Copyright-Schutzes auszuloten.
Update 20. Oktober
Umarmung statt Kampf lautet die neue Devise. Bei den Gesprächen über Lizenzvereinbarungen hätten die Labels auch kleine Beteiligungen an YouTube ausgehandelt, so die ‘New York Times’. Zusammengenommen mache dies eine Summe von rund 50 Millionen Dollar aus.
Das neue Experimentierfeld von Google heisst Searchmash. Benutzer bemerken zunächst nicht, dass es sich um eine von Google betriebene Website handelt. Genau das ist die Absicht von Google. Nutzer sollen nicht vom Google-Logo in ihrem Urteil beeinflusst werden. Eine sehr einfach gestaltete Startseite mit Suchmaske fordert praktisch heraus, Begriffe in die Eingabemaske zu tippen…
Auch Yahoo! leistet sich den Luxus, Spielwiesen zu unterhalten. Die beiden ehemals recht bekannten Suchmaschinen Altavista und Alltheweb, gelangten durch den Kauf von Overture zu Yahoo!. Dort sollen, laut einer früheren Information von Yahoo!, neue Möglichkeiten der Suche ausprobiert werden…
So schreibt es @-web
STUDIE:
ACNielsen hat wieder geforscht: Online Consumer Confidence & Opinion Survey.
Ergebnis: Wer regelmäßig im Internet surft, macht seine Kaufentscheidungen nicht nur vom Namen und Renommee einer Marke abhängig, sondern auch stark vom Ergebnis seiner Online-Recherchen. Ist kein überraschendes Ergebnis.
Das Internet wird als wichtiger Faktor bei Kaufentscheidungen weiter an Bedeutung zulegen und sich das Gesicht unserer Einkaufsstraßen zusehends wandeln, so die Prognose des weltweit tätigen Marketing-Informationsunternehmens ACNielsen.
Internet-Recherche ist global und noch stärker ausgeprägt auch in Deutschland das meist genannte Entscheidungskriterium.
- Urlaub/Reisen (Global: 54%, Deutschland: 69%),
- MP3-Player (Global 42%, Deutschland: 60%)
- Handys (Global 39%, Deutschland 54%).
Fazit: Für die Konsumenten sei die Werbung mittlerweile so selbstverständlich, dass sie als Entscheidnungskriterium nicht mehr wahrgenommen werde und vor allem unbewusst wirke. Sie bleibe für den klassische Markenaufbau unverzichtbar und dominierend – auch wenn das Internet im Werbemix nicht mehr fehlen dürfe.
Das Online-Video „Rettet die Eisbären“ soll sich per Mausklick viral im Internet verbreiten.
Realisiert wurde er in Kooperation mit dem Solarstromsystem-Anbieter systaic und dem internationalen Filmverleih United International Pictures vom Network Viral Marketing. Beide sind mit entsprechenden Logos und Links aufmerksamkeitsstark werblich platziert.
Anlass ist der Kinostart von „Eine unbequeme Wahrheit“. Ein Film über die Umweltzerstörung in den USA.Was tun, wenn der Lebenstraum auf die bitterste erdenkliche Art und Weise brutal zerplatzt ist? Al Gore, Fast-Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, machte das, womit keiner gerechnet hat: Er besann sich auf seine Wurzeln als Umweltaktivist und ging mit einer multimedialen Show auf Tour, zog von Stadt zu Stadt, von Land zu Land, von Kontinent zu Kontinent, um seine Öko-Botschaft zu verbreiten…
Der Spot zeigt einen erschöpften Eisbären, dem aufgrund der globalen Klimaerwärmung der Boden unter den Füßen wegschmilzt.
So lautet der Titel der neuen achtteiligen wuv-Reihe.
Die neue Lust an der Marke. Die Marken von morgen kommen von Newcomern mit ungewöhnlichen Marketingansätzen. Mal sehen was mich fasziniert.
Heute: Bionade (ein Wortspiel aus biologisch und Limonade)
Dort, im Niemandsland zwischen Ost und West, liegt Ostheim: 3000 Einwohner, 24 Gaststätten, zwei Brauereien. Eine davon ist die Peter-Brauerei mit der Marke Rhön-Pils. Anfang der neunziger Jahre konnte das Bier die vierköpfige Eigentümerfamilie kaum mehr ernähren. “Wir standen damals kurz vor dem Bankrott”, erinnert sich Brauerei-Chefin Sigrid Peter-Leipold (56). Ihr Mann, Dieter Leipold (66), mit dem sie in zweiter Ehe verheiratet ist, gab sich jedoch nicht geschlagen. Der Braumeister trug bereits seit Jahren eine Idee mit sich herum: Er wollte ein natürliches Erfrischungsgetränk herstellen. “Er träumte von einer Fanta ohne Chemie“, sagt seine Frau.
Und so experimentierte der Tüftler in den Jahren des Fastbankrotts Tag und Nacht, bis er schließlich 1995 die Bionade erfand – das erste biologische Erfrischungsgetränk, abgesichert durch zwei Patente. Ein GfK-Gutachten bescheinigte der Bionade gute Marktchancen. Einziges Problem: Die Leipolds wussten nicht, wie sie die Ökobrause auf den Markt bringen sollten…
1997: Die Händler erkannten die Innovation, bestellten jede Menge Kisten – und blieben darauf sitzen…
Die Bionade und ihre Macher steckten im Teufelskreis: kein Geld – keine Werbung – keine Marktchance. Aber sie glaubten an ihr Produkt.
Die Beamten konnten sich nicht einigen, als was das neue Getränk bezeichnet werden darf. Siebenmal musste deshalb das Bionade-Etikett geändert werden. Jetzt steht “Biologisches Erfrischungsgetränk” auf den Flaschen.
Ende der neunziger Jahre: Bestellungen aus Hamburg nahmen plötzlich kräftig zu. Ungarische Etiketten waren nach einem geplatzten Auftrag aus Versehen in der Hansestadt aufgetaucht und dort Werbern in die Hände gefallen. Unterstützt von Hamburgs größtem Getränkehändler Göttsche, ein erklärter Bionade-Fan, avancierte die Naturlimo zum Szenegetränk…
Dort auszugsweise entnommen.
Im Jahre 2005 wurden ca. 22 Mio. Flaschen Bionade verkauft.