Die Berliner Werbeagentur Scholz & Friends ist nach eigenen Aussagen an Deutschlands kreativster Werbeagentur nicht interessiert.
Damit ist für die Unterhachinger Internet-Agentur Elephant Seven die Bahn frei zur Übernahme.
Elephant Seven ist nicht nur die Bezeichnung des Grautons, der von Springer & Jacoby seit 25 Jahren verwendeten Wandfarbe. Denn sie waren schon einmal zusammen: Die 1996 gegründete Online-Marketing Agentur Elephant Seven war eine Ausgründung von Springer & Jacoby. 2002 fusionierte Elephant Seven unter dem Motto “Technology needs Creativity” mit Digital Advertising. Nun steht eine weitere Fusion kurz bevor: Springer & Jacoby kriecht unter die Fittichen des einstigen Spin-offs.
Die Bündelung der ‘kreativen Power’ beider Agenturen im Bereich der digitalen Medien und der klassischen Medien sowie Synergien im Bestands- und Neugeschäft sollen es dem neuen Unternehmen ermöglichen, dem Markt ein ‘einzigartiges Angebot’ zu unterbreiten. Die operativen Einheiten Springer & Jacoby werden künftig unter Elephant Seven AG agieren. Es ist vorgesehen, das Management beider operativen Einheiten sowie die Gründer von Springer & Jacoby maßgeblich an der Elephant Seven AG zu beteiligen.
Die Verkehrsmittelwerbung wird ab 1. Januar 2006 zu Transportmedien oder Transport Media umbenannt. Unter diesem Begriff ist die Werbung in und an Fahrzeugen zusammengefasst.
Die Mitgliedsunternehmen des Fachverband Aussenwerbung e.V. (FAW), Frankfurt hatten sich auf diese neue Bezeichnung geeinigt. Grund: International ist „Transport Media“ bereits seit Längerem ein fest stehender Ausdruck für die verbreiteten mobilen Formen der Out-of-Home-Werbung.
Der Bereich Transportmedien/Transport Media umfasst bei den FAW-Unternehmen künftig die bisher als Verkehrsmittelwerbung bezeichneten Werbeträger und Werbeflächen:
an und in Fahrzeugen des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV)
an U- und S-Bahnen sowie Regional- und Fernzügen
an und in Taxen sowie weiteren Pkws wie beispielsweise Mietwagen und Lkws
sowie:
Ganz- oder Teilgestaltung von Bussen und Bahnen
Traffic Boards im Großflächen- oder Citylight-Poster-Format
Bus-Light-Poster
die neuen Seat Ads und Swing Ads im Fahrzeuginneren
Train- und Station-Infoscreens
Dach- und Heckwerbeträger
Seitenflächenwerbung an Taxen
jede Art von Werbung auf Lkws
Google wird künftig mit fünf Prozent am Internet-Dienst America Online (AOL) beteiligt sein. Insgesamt lässt sich Google das Engagement rund eine Milliarde Dollar kosten. Die Werbepartnerschaft mit AOL wird parallel dazu stark ausgebaut.
Konkret sieht die Vereinbarung dem Bericht zufolge folgendes vor:
AOL-Anzeigen sollen auf der Google-Site spezielle Platzierungen erhalten.
Bei Suchanfragen von Google-Nutzern zu Themen, zu denen AOL Informationen hat, soll eine Zugangsmöglichkeit zu AOL-Sites geschaffen werden.
AOL kann zudem auch Werbung verkaufen, die auf Web-Sites erscheint, die ihrerseits die Google-Suchmaschine verwenden.
Schließlich will Google AOL-Videos stärker bei seinem eigenen Videosuchdienst platzieren.
All dies dürfte für AOL höhere Online-Anzeigeneinnahmen bedeuten. AOL ist bereits der größte Google-Kunde. Google hatte im Rahmen der laufenden Vereinbarungen alle Suchanzeigen verkauft, die auf AOL-Sites erschienen. Google wird dabei in diesem Jahr nach Darstellung der ‘New York Times’ rund 500 Millionen Dollar einnehmen, wovon 430 Millionen Dollar an AOL gezahlt würden. Im Rahmen der neuen Vereinbarung können die AOL-Verkäufer auch Suchanzeigen verkaufen, die nur auf AOL-Sites erscheinen.
Damit hat sich die Mutter von AOL, Time Warner, für eine noch engere Partnerschaft mit Google und gegen Microsoft entschieden.
Für Microsoft ist dies ein schwerer Schlag. Das Unternehmen hatte gehofft, AOL für die Verwendung seiner beim Onlinedienst MSN angesiedelten Internet-Suchmaschine abzuwerben.
Damit herrschen in den USA weiterhin klare Verhältnisse im Werbemarkt:
Grob aus den Zahlen des Interactive Advertising Bureaus (IAB) gerechnet, addiert sich der US-Online-Werbemarkt in diesem Jahr auf 12 Milliarden Dollar, ein Plus von 25 Prozent.
Ganz vorne liegen Google und Yahoo (mit ihrer Tochter Overture), die beide ein starkes Standbein im Suchmaschinenmarkt haben.
Allein Google wird am Jahresende wohl über sechs Milliarden Dollar Umsatz erzielen, hiervon stammen rund 60 Prozent aus dem US-Geschäft.
Yahoo wird etwa bei einem Werbeumsatz von 3,9 Milliarden Dollar landen, mit etwa 70 Prozent aus den USA. Das heißt, allein diese beiden Firmen vereinen in den USA rund 6,3 Milliarden Dollar auf sich – rund die Hälft des amerikanischen Online-Werbemarktes. Allerdings reichen beide Firmen aus dem Suchmaschinen-Marketing etwa ein Drittel an Partner weiter.
Hinter den beiden Großen folgen mit Abstand AOL und Microsoft.
Addiert kontrollieren die vier Player rund 75 Prozent des Marktes.
Gesetzesvorschlag für die Überprüfung der Richtlinie “Fernsehen ohne Grenzen” angenommen.
Im Einklang mit dem Grundsatz der „besseren Rechtssetzung“ will die EU die europäischen Fernsehveranstalter und Anbieter fernsehähnlicher Dienste weniger regulieren und das Finanzieren audiovisueller Inhalte durch neue Formen der Werbung flexibler gestalten.
Die Modernisierung der Fernsehrichtlinie war überfällig geworden, da das Regelwerk der rasant fortschreitenden multimedialen Vernetzung nicht standhält. Die Frage, wie viel Deregulierung sich ein wettbewerbsfähiges Europa leisten kann, diskutieren die Interessensvertreter allerdings kontrovers. Was bei der geplanten Neuregelung der EU-Fernsehrichtlinie unter den Begriffen Liberalisierung und Deregulierung angeboten werde, bedeute in der Konsequenz eine Aufhebung der sauberen Trennung von Werbung und Programminhalten, argumentieren die Zeitungsverleger. Stein des Anstoßes ist vor allem der EU-Plan, das so genannte Product Placement im Fernsehen unbeschränkt zuzulassen.
Für die gezielte Platzierung von Markenprodukten im TV-Programm ist es nach Vorstellungen der EU-Kommission künftig ausreichend, Fernsehsendungen mit integriertem Product-Placement nur am Anfang mit einem Hinweis für Zuschauer zu versehen. Ausschließen will die Kommission das oft als “Schleichwerbung” kritisierte Product-Placement lediglich in Nachrichten, Dokumentarberichten, Sendungen zum politischen Zeitgeschehen sowie in Kinderprogrammen. Fiktionale Sendungen wie Serien, Spielfilme oder Shows und offenbar auch Verbrauchersendungen dürften damit künftig Product-Placement als zusätzliche Einnahmequelle für die Fernsehsender enthalten.
Die Verantwortung und redaktionelle Unabhängigkeit der Fernsehveranstalter dürfe dabei in keinem Fall beeinträchtigt werden.
Der Anbieter kommerzieller Suchdiensleistungen im Internet, Overture Services, wird mit der Produkt-S Suchmaschine Idealo künftig zusammenarbeiten. Mit der Partnerschaft, die sowohl Deutschland als auch Österreich umfasst, baut Overture sein Partnernetzwerk im Bereich E-Commerce weiter aus. Bestandteil der Kooperation ist vor allem die Bereitstellung kommerzieller Suchergebnisse.
Ab sofort sind die Sponsored Listings von Overture Services auch auf den Websites www.idealo.de und www.idealo.at zu finden.
Im März heisst es dann: ‘Welcome to the Coke side of life’ (heißt es dann statt des bisherigen Claims ‘Make it real’.
Wieden + Kennedy, Amsterdam, kreiert den weltweiten Auftritt.
Für die verschiedenen Submarken wie Coke Zero wird der Claim abgewandelt, etwa in ‘Chill to the Coke side of life’. Neben klassischen Medien wird auf interaktive Formate und Kundenbindungsprogramme gesetzt.
Wir dürfen gespannt sein.
Die Hamburger Agentur Springer & Jacoby und die US-Werbeholding Interpublic Group of Companies (IPG) werden offenbar schneller als erwartet getrennte Wege gehen. Bei der Aufsichtsratssitzung Anfang dieser Woche haben sich die beiden Alteigentümer Reinhard Springer und Konstantin Jacoby laut “Manager Magazin” mit IPG-Vertreter Stephen Gatfield darauf geeinigt, so schnell wie möglich einen Käufer für den 51-Prozent-Anteil der US-Holding zu finden.
Neben einem Management-Buyout kommt dabei der Verkauf an einen Finanzinvestor oder ein anderes Werbeunternehmen infrage. Interesse hat bereits die Agentur Scholz & Friends angemeldet. Sie könnte die Übernahme zusammen mit ihrem Hauptgesellschafter, der Beteiligungsgesellschaft Electra Partners Europe, stemmen. Zwar hat S&F-Vorstand Thomas Heilmann offiziell erklärt, dass “weder Scholz & Friends noch Electra ein Angebot abgegeben haben”. Offenbar wird derzeit aber darüber beraten, ob man sich für eine Offerte entscheidet oder nicht.
Als weiterer Interessent für die IPG-Anteile an Springer & Jacoby gilt die US-Holding Omnicom. Sie dürfte es dabei in erster Linie auf den S&J-Kunden Mercedes-Benz abgesehen haben, dessen Muttergesellschaft Daimler-Chrysler zu ihren wichtigsten Auftraggebern gehört. Nach dem für Februar 2006 vorgesehenen Wechsel des bisherigen Deutschland-Chefs von BBDO, Olaf Göttgens, zur Mercedes Car Group könnte Beobachtern zufolge der Etat aber auch bald auf anderem Wege in der Omnicom-Gruppe landen.
[Quelle: horizont.net]
affilinet, Tochter der AdLINK Internet Media AG, hat Alexander Röthinger als neuen Geschäftsführer bestellt.
Alexander Röthinger zeichnet ab dem 1. Dezember für die Unternehmensbereiche Technik und Produktmanagement verantwortlich. Der 38-Jährige bildet damit ab sofort zusammen mit Marc Stilke die Doppelspitze des Unternehmens. Röthinger übernimmt die Position des Firmengründers und ehemaligen technischen Geschäftsführers Dominique Madeleine, der nach 8-jähriger erfolgreicher Aufbauarbeit aus privaten Gründen nach Frankreich zurückkehrt und affilinet ab sofort als externer Berater zur Verfügung stehen wird.
Der Fokus von Alexander Röthinger liegt auf der Entwicklung der nächsten Generation von affilinet. Dank seiner umfassenden Erfahrungen im IT-Umfeld wird Röthinger die technische Plattform des affilinet-Netzwerkes weiter verbessern und um neue, innovative Produkte erweitern. Ziel ist es, die Werbung mit affilinet noch effektiver zu machen und das Netzwerk auch technisch auf weiteres Wachstum in Deutschland und im europäischen Ausland vorzubereiten.