Monatsarchiv für Oktober 2005

Frau B.

Bücherwürmer

Google Print
Google Print hilft dabei, Bücher zu entdecken, und nicht, sie online zu lesen.
Momentan stammen die meisten Bücher aus dem Google Print-Programm für Verlage, einem webbasierten Programm, das es Buchverlagen aller Größenordnungen ermöglicht, den Inhalt ihrer Bücher in den Hauptsuchergebnissen von Google zu präsentieren. Verlage senden ihre Bücher, Google scannt sie und fügt sie zum Content der Suchergebnisse hinzu – kostenlos.

Wobei Google es nicht beabsichtigt, diese digitalisierten Bücher in vollem Umfang und kostenlos zugänglich zu machen. In der heutigen (Beta-)Fassung wird als Ergebnis einer Suche ein Scan der jeweiligen Fundstelle gezeigt sowie (teilweise) die Seite zuvor und danach. Zusätzlich ist es möglich, das Inhaltsverzeichnis einzusehen, ein “Chapter Excerpt” – üblicherweise die ersten Seiten des Werks – sowie ein Schlagwortverzeichnis, falls vorhanden.

Der Internet-Dienstleister Yahoo hat mit unabhängigen Gruppen, Universitäten und Unternehmen eine Allianz gegründet, die hunderttausende Bücher einscannen und im Internet verfügbar machen will. Die ‘Open Content Alliance’, zu der beispielsweise die British National Archives sowie die Universitäten Kalifornien und Toronto zählen, tritt damit in Konkurrenz zu Google und dem Projekt ‘Google Print’. Die Allianz um Yahoo möchte nur Bücher digitalisieren, für die der Urheberschutz bereits abgelaufen ist. Sie sollten dann in jeder Internet-Suchmaschine auftauchen, und nicht nur wie von Google geplant in der eigenen.

Frau B.

Konvergenz Award 2005

Der Konvergenz Award (am 28.09.2005 zum fünften Mal vergeben) zeichnet innovative und erfolgreiche Kampagnen aus, die Online mit mindestens einer weiteren Mediengattung intelligent vernetzen.
Werbung muss die Zielgruppe dort erreicht werden, wo sie sich gerade befindet: Online, Mobile, TV, Radio, Print, Ambient
Online steht dabei im Mittelpunkt und ist wesentlicher Bestandteil der Kampagne.

Zeit, mal wieder die Agenturen, die dafür verantwortlich sind, genauer zu betrachten.

1. Platz British American Tobacco / “NACHTZECHE

NACHTZECHE

Die NACHTZECHE ist die Eventreihe der Tabakmarke „Schwarzer Krauser No.1“ und tourt 2x im Jahr durch jeweils 10 Alternative-Clubs in ganz Deutschland.
Über 80.000 Unique Visitors besuchten in der zehn wöchigen Laufzeit den Online-Auftritt, 15.000 Raucher registrierten sich für den Newsletter.

Media-/Kreativagentur online / CON CARNE
CON CARNE
Die Agentur für digitale Markeninszenierung gründetet sich im Juni 2004. Die Firmenspitze besteht aus drei ehemaligen Mitarbeitern der zu Constantin Film gehörenden Agentur Innovum. Geschäftsführenden Gesellschafter ist Kay-Tarek Lübbers (34), Account Director ist Jens Kurznack (33) und Sasche Dörp ist Con Carnes CD. Weiter beschäftigt sind acht Mitarbeiter und ein Netzwerk von Freelancern. Das Gross Income im zweiten Halbjahr 2004 betrug rund 400.000 Euro.

Kreativ-/Event-Agentur / BESTCON
BESTCON
Die BESTCON GmbH ist eine Full-Service-Agentur und ging Anfang 2005 aus der Verkaufsförderungsagentur VIVEMO hervor, die im Juni 2000 von Geschäftsführer Marc Hombach als inhabergeführte GmbH gegründet wurde. Aktuell werden 12 Mitarbeiter beschäftigt. Angebunden sind sechs weitere Agenturen mit insgesamt 62 Mitarbeitern.





2. Platz Deutsche Bank / “Jetzt durchstarten”

Die Kampagne basiert auf einem Zwei-Phasen-Konzept: Zum einen der Erreichung der „High Involvement“-Zielgruppe mit kommunikativem Fokus auf Kompetenz („Steigerung des Ertragwinkels“) und zum anderen daran anschließend der „Low Involvement“-Zielgruppe mit Schwerpunkt auf Incentivierung und Gewinnung von Adressen (Reisen in die Finanzmetropolen der Welt).
Die aufmerksamkeitsstarke Kampagne besticht durch die Konsequenz, mit der immer wieder über verschiedene Medien hinweg auf den Online-Auftritt verwiesen wird.

Media-Agentur / Mediaplus,
Mediaplus
Mehrere Spezialagenturen und Dienstleister mit flexiblen, reaktionsschnellen, kernkompetenten und überschaubaren Strukturen organisieren sich seit 1983 mit 110 Mitarbeitern in der inhabergeführten Agentur.

Plan.Net Gruppe
Plan.Net
Gegründet 1997 beschäftigen sie zur Zeit 72 Mitarbeiter. Das Gross Income beträgt 9 Mio. Euro in 2004. Das Media Billingvolumen 36 Mio. Euro in 2004. Weiterhin ist die Gruppe Mitglied der SERVICEPLAN Agenturgruppe für innovative Kommunikation, München.

Kreativ-Agentur / Serviceplan
Serviceplan
In schlanken, flexiblen und unter einem Dach im Haus der Kommunikation vernetzten Spezialunternehmen arbeiten über vierhundert Mitarbeiter an der täglichen Erfüllung unseres Anspruchs: umfassende, individuelle und innovative Kommunikationslösungen. Die Anzahl der Mitarbeiter Serviceplan Agenturgruppe beträgt 460, das Gross Income 2004/05 beläuft sich auf 64,1 Mio. Euro sowie das Billing 2004/05 427,25 Mio. Euro.





3. Platz Preis HanseNet / Telekommunikation “Alice

ALICE

Im Mittelpunkt der Kampagne steht Alice, eine junge Frau, die die Produktvorteile von Alice verkörpern soll. Die Markteinführung begann mit einer geheimnisvollen Teaser-Kampagne, die den Absender nicht verriet und viele Fragen offen ließ. Ziel der Kampagne war der Aufbau von Alice als Lifestyle-Produkt, die Erhöhung des Bekanntheitsgrades und des Marktanteils im Bereich der DSL-Kunden.
Sämtliche Key-Visuals ziehen sich wie ein roter Faden durch alle Werbebotschaften und führen die Zielgruppe aktiv auf den Online-Auftritt. Die Kampagnen-Erinnerung stieg auf bis zu 80 %, die Markenbekanntheit erhöhte sich um bis zu 38 %.

Media-Agentur / Mediaplus, Plan.Net Gruppe
Kreativ-Agentur / d.pole communication, Mailand
d.pole
Gegründet im April 2002 mit dem Anspruch, zu den kreativsten Dialogmarketing-Agenturen Deutschlands zu gehören arbeiten derzeit 25 festangestellten und 4 freien Mitarbeitern. Als networkunabhängige Agentur arbeiten sie unter dem Dach der Publicis Holding.

Frau B.

Die Gerüchteküche brodelt

Der eine hat die Reichweite, der andere die Tools. Die einzige Frage, die sich stellt, lautet: Wann kommt Google Office?

Google und Sun Microsystems planen eine Zusammenarbeit, die Sun in den Genuss der weiten Verbreitung der Suchmaschine bringen könnte. Google könnte von der Erfahrung Suns mit Java und den Suiten Openoffice.org sowie StarOffice profitieren. Das nämlich fehlt dem Anbieter noch in seinem Portfolio. Details sind noch nicht bekannt.

Möglicherweise hat Schmidt die voraussichtlich bevorstehende Zusammenarbeit in die Wege geleitet. Der Chef der populären Suchmaschine war als Chief Technology Officer (CTO) bei Sun angestellt, bevor er zu Google wechselte. Außerdem hat er bei der Entwicklung der Programmiersprache Java mitgewirkt. Das ist auch für Google interessant, die als Mitglied im Steering Committee für Java Community Process mit der Sprache durchaus vertraut ist.

Höchstwahrscheinlich wird Google hierbei von der Idee getragen, eine alternative Desktop Software zu Microsoft zu etablieren. Sun wäre da in zweierlei Hinsicht ein guter Partner. Neben der Java-Erfahrung nämlich verfügt der Hersteller über die Suiten StarOffice und OpenOffice.org – beide in der Lage, Microsoft Office die Stirn zu bieten. Es fehlt aber schlicht die Verbreitung, ein in der Tat großes Hindernis, das Google mit seiner Beliebtheit einreißen könnte.

Dem Suchmaschinenbetreiber wiederum fehlt eine solche Software im Portfolio, das bereits eine Desktopsuche (Sidebar), das Fotobearbeitungs-Tool Picasa oder das Satellitenprogramm Google Earth beinhaltet.
Und schließlich planen die Google-Macher, netzwerkbasierte Applikationen anzubieten.

Das alles wird Microsoft nicht gefallen, das laut Medienberichten in den USA noch nicht auf die ‘drohende’ Ankündigung reagiert hat.

Frau B.

MarkenProfile 11

ein bisschen Wissen

Das Modell des Markenmehrklangs hat sich seit den 1980er Jahren in der Untersuchungsreihe MarkenProfile bewährt. Für eine Vielzahl von Marken aus unterschiedlichen Branchen werden die (gestützte) Bekanntheit, die Markensympathie, die Kaufbereitschaft und der Besitz bzw. die Verwendung erhoben. Dahinter steht die Vorstellung, dass die Marke auf dem Weg zum Kunden einen mehrstufigen Prozess durchlaufen muss: Mit Hilfe der Kommunikation muss sie zunächst Bekanntheit erwerben und im Bewusstsein der Konsumenten verankert werden.

Modell des Markenmehrklang

Die Informationen zum Markenmehrklang werden zu Kennziffern der inneren und äußeren Markenstärke verdichtet.

Die innere Markenstärke misst die emotionale Bindungskraft. Bei Analysen ganzer Einstellungsbatterien zu Marken ergibt sich in der Verdichtung immer ein Faktor, der die emotionale Bindung Marke ausdrückt, das Gefallen oder eben die Markensympathie.

Die äußere Markenstärke misst das aktuelle Bindungspotenzial. Die äußere Markenstärke ergibt sich auf einfache Weise durch Multiplikation der inneren Markenstärke mit dem Bekanntheitsgrad. Die äußere Markenstärke beschreibt somit das jeweils aktuelle Bindungspotenzial der Marke. Nur wer die Marke kennt, kann ja überhaupt eine Bindung entwickeln.

Die Diskrepanz zwischen innerer und äußerer Markenstärke fällt demnach bei „kleineren“, exklusiven Marken höher aus als bei Marken, die fast jeder kennt. Die äußere Markenstärke stellt die umfassendere Kennziffer für den Vergleich verschiedener Marken dar.

MarkenProfile
‘Die Rückkehr der Qualität’

MarkenProfile – eine alle zwei Jahre vom Stern durchgeführte, repräsentative Markt-Media-Studie für die Analyse des Markenstatus und die Unterstützung der strategischen Markenführung.

Die Rückkehr der Qualität – so auch der Untertitel der neuen Ausgabe – ist zugleich eines der zentralen Ergebnisse der Studie. Für die elfte Auflage wurden mehr als 700 Marken untersucht, und es hat sich gezeigt, dass sich die Verbraucher trotz anhaltendem Einkommensdruck wieder zunehmend auf qualitätsorientierte Einkäufe besinnen.

Neben dem Konsumverhalten geht MarkenProfile 11 auch auf den sich fortsetzenden Wertewandel ein. Es zeigt sich, dass besonders in jungen Zielgruppen manche wertkonservativen Haltungen an Bedeutung gewinnen.

Darüber hinaus ermittelt die Studie für zehn Kommunikationskanäle, für wie hilfreich oder störend die Verbraucher die Ansprache empfinden. Hier zeigt sich, daß klassische Werbung bei den Konsumenten besser ankommt als „One-to-one“-Kommunikation. Bei Plakaten, Zeitschriften und Zeitungen herrscht das größte Einverständnis, während Werbung am Handy oder via E-Mails, Werbebriefen und Postwurfsendungen kaum auf Gegenliebe stößt. Erstaunlich, wenn man sich den Boom des Direktmarketings betrachtet.

Im Sympathieranking der Markenprofile behauptet Volkswagen wie in der Vorgängerstudie 2003 die Spitzenposition. Für 69 Prozent der Befragten ist VW die sympathischste Marke. Adidas konnte sich mit 65,1 Prozent der Nennungen von Platz fünf auf den zweiten Rang verbessern. Die Sparkasse rutschte mit 64,5 Prozent von Platz zwei auf Platz drei.

Ist Geiz nicht mehr geil?

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