Frau B.

Procter & Gamble schichtet um

Online-Marketing, Mund-zu-Mund-Propaganda, besseres Design, zugekaufte Innovationen – seit Jahren experimentiert Procter & Gamble (Meister Proper, Ariel, Pampers, Pringles, Blenax, Wella) mit allen Instrumenten des Marketing. Bei all den Experimenten verfolgt der Konsumgüterhersteller aus Cincinnati nur ein Ziel: die Allmacht der TV-Spots zu brechen. In diesen Tagen scheint der Durchbruch gelungen zu sein. Denn Amerikas größter Werbungtreibendender will die Ausgaben für die klassische Fernsehwerbung drastisch kürzen.

Von den drei Milliarden Dollar, die P & G im vergangenen Jahr für Werbung ausgegeben hat, gehen immerhin 80 Prozent in das Fernsehen. Wie das Wall Street Journal berichtet, haben die Sender bereits ihre blauen Briefe erhalten. Danach soll das Werbebudget für die Kabelkanäle um 25 Prozent gekürzt werden. Breitband-Networks rechnen mit fünf Prozent weniger. Auch TV-Knäller wie “The Oprah Winfrey Show” oder “Ellen” kommen nicht ungeschoren davon. Die Sendechefs müssen dennoch nicht zu viele Tränen vergießen. Denn Procter & Gamble will das Geld nicht sparen, sondern umleiten – unter anderem in Product Placement.

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