26.05.2005
AFOG Basisdaten: T-Online führt knapp vor Web.de und GMX
T-Online ist die meistgenutze Site im deutsche Web. Zu diesem Ergebnis kommt die Arbeitsgemeinschaft Online-Forschung (AGOF), die nun die Basisdaten für ihre Reichweitenstudie ‘Internet facts’ präsentiert hat. Demnach besuchen 11,36 Millionen Unique User pro Monat das Portal. Allerdings ist die Konkurrenz der Telekom-Tochter dicht auf den Fersen: Platz zwei belegt mit 10,09 Millionen Usern Web.de, auf Rang drei liegt mit 9,74 Millionen Nutzern das Angebot von GMX. Zählt man die Sites Web.de und GMX nun zusammen – beide gehören nach der Übernahme von Web.de durch United Internet zu der Holding aus Montabaur – so hängen sie den Wettbewerber T-Online deutlich ab. An vierter Stelle konnte sich MSN.de mit 8,78 Millionen Usern platzieren, Rang fünf belegt Lycos mit 5,93 Millionen Nutzern.
Das Reichweiten-Ranking der Vermarktern führt InteractiveMedia mit 13,34 Millionen Unique Usern pro Monat an. Platz zwei und drei nehmen Tomorrow Focus mit 12,73 Millionen und Web.de mit 10,09 Millionen ein. Im Weiteren folgen GMX mit 9,74 Millionen und Adlink Internet Media mit 7,75 Millionen Nutzern.
Der Erhebung zufolge sind mittlerweile 54,9 Prozent der Deutschen (35,50 Millionen) online. Noch immer nutzen durchschnittlich mehr Männer (55,2 Prozent) als Frauen (44,8 Prozent) das Web. Mit 24,7 Prozent ist die Altergruppe der 30- bis 39-Jährigen die größte Gruppe im Netz – dicht gefolgt von den so genannten Silver Surfern (älter als 50 Jahre), die mit knapp einem Viertel der Nutzer inzwischen auch im Internet eine werberelevante Zielgruppengröße darstellen. Etwa jeweils ein Viertel der Nutzer geht über ISDN- beziehungsweise DSL-Verbindungen online.
Jeweils knapp drei Viertel der Onliner nutzen das Web zur E-Mail-Kommunikation, ebenso viele zur Informationsrecherche. Weitere Nutzungsschwerpunkte sind Online-Banking und Online-Shopping mit jeweils gut einem Drittel. Die Hitliste der online gekauften Produkte und Dienstleistungen wird angeführt von Büchern (29,3 Prozent), gefolgt von Eintrittskarten für Kino oder Theater (26,5 Prozent) sowie Flug- und Bahntickets (22,1 Prozent) und Hotelbuchungen (21,1 Prozent).
Die vorgelegten Daten sind allerdings nur Basisdaten, die auf rund 21.000 Telefon-Interviews und rund 20.000 Online-Fragebögen basieren. Die endgültigen Zahlen, die den Mediaplanern als Datengrundlage für künftige Kampagnen dienen sollen, liegen noch nicht vor. Damit bleiben die Vermarkter weiterhin die harte neue Online-Währung schuldig. Angekündigt war diese eigentlich schon für April. Doch hierzu müssen die Daten aus den Befragungen noch mit den technisch über die IVW erhobenen Zahlen fusioniert werden. Dies bereitet laut AGOF mehr Probleme als erwartet.