Monatsarchiv für April 2005

STUDIE:
Der klassische Fernseh-Werbespot hat es nicht leicht: Die Daten des AGF/GfK-Fernsehpanels haben den “normalen” Spots bereits eine geringere Reichweite als den Sonderwerbeformen nachgewiesen. Nun bescheinigt die Studie “Blue Ads 2″ den neuen Werbeformen auch noch eine höhere Werbewirkung. Die Publikation des ProSiebenSat.1 Media-Vermarkters SevenOne Media und der Mediaagentur Carat Expert kommt zu dem zentralen Ergebnis, dass die Sonderwerbeformen von den Zuschauern meist besser erinnert werden und generell einfach besser ankommen.

“Blue Ads 2″ ist zwar nicht die erste Studie zu diesem Thema, allerdings gaben die anderen Analysen durch die unterschiedlichen Produkte und Motive der verglichenen Spots Anlass zur Kritik am methodischen Vorgehen. Die vorliegende Studie setzt bei ihrem Vergleich zwischen den Sonderwerbeformen Sponsoring, Single Spot, Abspann Split sowie Program Split und dem klassischen Spot auf identische Inhalte und ermöglicht damit einen sauberen Vergleich.
Getestet wurde im Studio – mit nur einem Fallbeispiel: Ein Spot zum Peugeot 206 wurde in die verschiedenen Werbeformen transformiert. “Bei der (…) Studie (…) war es uns wichtig, den Kunden eine verlässliche Informationsgrundlage für ihre Markenkommunikation zu bieten”, so Daniel Haberfeld, Director Research SevenOne Media.

So unterschiedlich die Blue Ads sind, so unterschiedlich fallen auch ihre Stärken aus: Single Spots sind bei den Zuschauern beliebt und erhalten in fast allen Imagedimensionen die beste Bewertung. Die kurzen Spots erfreuen sich hoher Aufmerksamkeit, wecken Interesse und unterhalten unaufdringlich.

Die Stärke des Program Split liegt in der Auffälligkeit und der ihm gewidmeten Aufmerksamkeit. Damit bringt er nach Angaben der Studie die Marke besonders gut zur Geltung. Durch die Einblendung mitten in die Sendung hinein kann sich der Zuschauer kaum entziehen, was der Werbeform aber auch die schlechtesten Bewertungen in den Imagedimensionen Seriosität und Unaufdringlichkeit einbringt.

Der Abspann-Split dagegen wird am seriösesten und modernsten wahrgenommen, und auch in den anderen Dimensionen findet er sich auf den vorderen Plätzen. Besonders bei der Markenerinnerung kann der Abspann-Split auftrumpfen und sich hinter dem Sponsoring platzieren.

Die Studie kommt zu dem Schluss, dass “alle untersuchten Werbeformen sowohl im direkten Vergleich als auch in der Gesamtbewertung und in den einzelnen Imagedimensionen besser abschneiden als der klassische Spot. Bei Blue Ads multiplizieren sich Reichweiten- und Wirkungsvorteile zu höchster Kampagneneffizienz.”

[Media&Marketing Newsletter 26.04.2005]

Frau B.

AGOF hat zwei neue Lizenznehmer

Die Arbeitsgemeinschaft Online-Forschung (AGOF) hat zwei neue Lizenznehmer für ihre Reichweitenerhebung ‘Internet Facts’ gewonnen.
Der Online-Vermarkter Orangemedia lässt seine Site Falk.de ausweisen, der Vermarkter Mediasquare hat einen Lizenzvertrag fär das Portal Sport1.de abgeschlossen. Die Ad2Net AG, die bereits mit der Site Netzwelt.de vertreten ist, steigt zum dritten Quartal auch mit den Auftritten Single.de, Model.de, Jagd.de, und Biker.de in die Studie ein.

[eMarket Newsletter 25.04.2005]

STUDIE:
Die positive Tendenz der Online-Werbeaufwendungen in 2004 setzt sich laut Nielsen Media Research ebenfalls im ersten Quartal 2005 fort:
Von Januar bis März 2005 wurden 78 Millionen Euro in Werbung im Online-Bereich investiert. Dieses entspricht einem Plus von 17,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. “Das Internet hat sich als Werbeträger etabliert und wird in der Vernetzung zu den klassischen Medien immer wichtiger,” äußert sich Ludger Vornhusen, Geschäftsführer der Nielsen Media Research GmbH, über die Online-Marktentwicklung.

Zu den werbeintensivsten Branchen des ersten Quartals 2005 gehören die Online-Dienstleistungen mit über 16 Millionen Euro (plus 10,6 Prozent), gefolgt von der Unternehmens-Werbung (plus 148,1 Prozent), dem Automarkt (plus 94,1 Prozent) und dem E-Commerce (minus 27,4 Prozent) mit jeweils 8 Millionen Euro. In diesen vier Branchen wurde bereits in den ersten drei Monaten die Hälfte des Online-Werbeumsatzes generiert.

Die dazugehörige Pressemitteilung.

Mit der Nielsen Online-Werbestatistik können folgende Fragen beantwortet werden:

  • Welche Branchen investieren am meisten in die Online-Werbung? Gibt es signifikante Veränderungen zum Vorjahr? Welche Branchen haben aktuell die größten Wachstumsraten?
  • Welche Werbungtreibende investieren wie viel Geld in die Online-Werbung? Sind ihre Werbeinvestitionen im Internet höher als im Vorjahr? Wie viele neue Firmen starten ihre Werbekampagnen im Internet?
  • Welche Produkte bzw. Services werden am häufigsten im Internet beworben? Wie ändert sich das im Jahresverlauf? Gibt es Produkte bzw. Services, die besonders gerne im Internet beworben werden?
  • Die PR-Agentur Achtung Kommunikation in Hamburg startet eine Website, die es erlaubt, potenzielle Kooperationspartner in den Bereichen Marketing und PR zu identifizieren. Unter der Adresse rt-kooperationen.de sind schon beim Start etwa 700 Marketingleiter, Produktmanager und Pressesprecher akkreditiert. Die Website, die auch über Marketing- sowie PR-Kooperationen informiert und eine entsprechende Checkliste bietet, ist kostenlos.
    Interessierte werden geprüft und erhalten ihren persönlichen Log-in. An den regelmäßig in der Agentur stattfindenden Round Tables zum Thema Kooperationen hatten sich in den vergangenen Monaten bereits mehr als 300 Entscheider beteiligt. An jedem Termin loten etwa 15 Marketers und Kommunikatoren mögliche Kooperationen aus.

    Round Table Kooperationen

    Frau B.

    Crossmedia Studie 2005

    STUDIE:
    Crossmedia-Studie 2005: Erfolgsfaktoren bei der Gestaltung der Online-Werbemittel
    In zahlreichen, kampagnenbegleitenden Erfolgskontrollen (Case-Studies) wurde wiederholt nachgewiesen, dass crossmediale Werbekampagnen – bei denen Print- und Online-Werbemittel eingesetzt werden – bessere
    Wirkungen erzielen als monomediale Kampagnen (Stichwort: Multiplying-Effekte).

    Die positiven Wirkungen von Crossmedia-Kampagnen wurden im Rahmen dieser Studien durch verhaltens-
    bezogene Kennzahlen (z.B. Ad-Klick Raten) und die erzielten Kommunikationsleistungen (u.a. Awareness-,
    Image-Effekte) wiederholt belegt.

    In diesen Fallstudien wurden jedoch die Erfolgsfaktoren bei der formalen und inhaltlichen Gestaltung crossmedialer Kampagnen nicht bzw. nur am Rande thematisiert.

    Die Crossmedia Studie 2005 – durchgeführt als Studiotest unter Einsatz der Erhebungsverfahren Eyetracking, Online-Befragung und halbstrukturierte Interviews – gibt Antworten auf die Frage: Wie sollten Online-Werbemittel einer Crossmedia-Kampagne (Print+Online) inhaltlich und formal gestaltet werden, um optimale Wirkungen zu erzielen?

    kostenloser Egebnisband mit zentralen Ergebnissen

    Frau B.

    Patent gegen Suchmaschinen-SPAM

    In einem Antrag für ein US-Patent werden Methoden beschrieben, welche die Popularität von Websites, Webseiten, Dokumenten usw. anhand ihres Alters einschätzen. Einreicher sind unter anderem die Google Mitarbeiter Monika Henzinger, Urs Hälzle und Matt Cutts.

    Die im Patent beschriebenen Methoden können als Erklärung für einige Erscheinungen dienen, welche bei Google schon seit längerer Zeit beobachtet oder aber zumindest vermutet werden. Vor allem “historische” Daten welche gewisse zeitliche Aktivitäten wiederspiegeln sind bedeutsam.

    Einflüsse auf das Ranking sind demnach das Alter einer Website, die Änderung von Inhalten, die Änderung von internen und externen Verweisen, wie oft ein Dokument in einer Ergebnisliste innerhalb eines ausgewählten Zeitraumes von Nutzern ausgewählt wird, Domain-Daten, das Ansteigen der Linkzahl über einen
    bestimmten Zeitraum, die frische der Texte verweisender Dokumente und vieles mehr.

    Google´s Patent

    [at-news.de Newsletter 09.04.2005]

    Allein in Deutschland wird durch Spam in diesem Jahr voraussichtlich ein Schaden von rund 4,5 Milliarden US-Dollar entstehen, hat das Analystenhaus Ferris Research hochgerechnet. Das sind pro Mailbox etwa 240 US-Dollar. In seinem Bericht ‘The global econominc impact of spam 2005′ gegen die Analysten davon aus, dass Spam weltweit Kosten von rund 50 Milliarden Dollar verursachen wird. Für Japan schätzen die Forscher den Schaden auf 5,2 Milliarden, für Großbritannien auf rund 2,48 Milliarden Dollar.

    Mehr als ein Drittel aller Spam-Mails stammen weiterhin aus den USA. Wie der britische Antiviren- und Antispam-Softwarehersteller Sophos herausgefunden hat, haben die USA einen Anteil von 36 Prozent am weltweiten Spam-Aufkommen. Auf der Liste der zwölf größten Spam-Versender steht Südkorea mit rund 25 Prozent an Platz zwei, gefolgt von China (knapp zehn Prozent), Frankreich (gut drei prozent) und Spanien (2,7 Prozent). Deutschland liegt mit einem Spam-Anteil von 1,2 Prozent auf Platz zehn.

    Obwohl die USA die Liste noch immer anführen, ist die Anzahl der Spam-Mails aus den USA deutlich gesunken, erklärt Jörg Lott, Senior Technical Consultant bei Sophos. Von Januar bis März dieses Jahres ging die Zahl um zwölf Prozent zurück. Grund dafür sei wahrscheinlich, dass immer mehr ISPs mittlerweile verhindern würden, dass Spammer ihre Infrastruktur nutzen. Ein Einfluss des Anti-Spam-Erlasses in den USA sei derzeit noch nicht auszumachen. Die Hälfte aller Spam-Mails stammt laut Lott von Zombie-Computern, also von PCs, die von Hackern oder Virenschreibern übernommen worden seien. So erkläre sich auch der hohe Anteil von Spam aus Südkorea.

    Sophos hatte für die Erhebung Spam-Mails ausgewertet, die zwischen Januar und März dieses Jahres in weltweit eingerichteten fiktiven Mailboxen, so genannten Honey-Pots, eingegangen sind.

    [eMarket Newsletter 08.04.2005]

    Frau B.

    E-Mail-Marketing kommt an

    Fast alle Marketing-E-Mails in Deutschland erreichen ihren Adressaten: 93,8 Prozent der Mails landen tatsächlich im Postfach des Empfängers. Zu diesem Ergebnis kommt der Werbevermarkter Doubleclick in seinem ‘EMEA E-Mail Benchmark Report’, der erstmals die Daten eines ganzes Jahres aus den Regionen Europa, mittlerer Osten und Afrika (EMEA) auswertet. Darin belegt Deutschland bei der Auslieferungsquote den Spitzenplatz. Der EMEA-Gesamtdurchschnitt liegt bei 89,6 Prozent und ist damit ebenfalls etwas höher als noch vor einem Jahr.

    Dagegen sank die Öffnungsrate vom vierten Quartal 2003 bis zum vierten Quartal 2004 von 42,9 Prozent auf 38,0 Prozent. Deutschland liegt mit einer Öffnungsrate von 34,4 Prozent sogar noch unter dem EMEA-Durchschnitt. Dabei ziehen sich die Einbußen durch alle erfassten Branchen: Im produzierenden Gewerbe sank die Rate von 44,2 auf 36,4 Prozent, bei den Medien lag das Minus bei 10,1 Prozentpunkten, im Dienstleistungsgewerbe bei 8,1 Prozent, Als mögliche Ursachen für den Rückgang nennt die Studie seltener aktualisierte E-Mail-Listen und das mittlerweile häufig standardmäßige Unterdrücken von Grafiken in HTML-Mails.

    Einen Anstieg verzeichneten die Studienautoren dagegen bei den Click-Through-Quoten: Im EMEA-Gesamtraum stieg sie von 9,8 Prozent auf 11,3 Prozent. Zum Vergleich: In Nordamerika sank die Click-Rate im gleichen Zeitraum von 8,3 auf 8,0 Prozent. Allerdings sind die Ergebnisse von Land zu Land sehr unterschiedlich: Während in Frankreich die Click-Raten von 8,7 auf 13,2 Prozent stiegen, fielen sie in Deutschland um 3,4 Prozentpunkte auf 8,6 Prozent.

    Das beliebteste E-Mail-Format war 2004 HTML. 56,7 Prozent aller verschickten Mails waren in diesem Format. Das Multi-Part-Format kam auf 29,2 Prozent, Nur-Text-Versionen auf 14,1 Prozent. Auch hier sind deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern auszumachen: So ist in Großbritannien das Multi-Part-Format mit 46,1 Prozent das beliebteste, in Deutschland ist es mit 57,8 Prozent das HTML-Format. Insgesamt erreichen HTML-Mails mit 13,0 Prozent die höchsten Click-Raten vor Multi-Part-Mails mit 11,3 Prozent und Nur-Text-Mails mit 5,8 Prozent.

    Zahlen und Fakten

    Insgesamt elf namhafte Internet-Firmen, unter anderem Google, Yahoo und AOL, sind in den USA von Werbetreibenden wegen angeblicher Unregelmäßigkeiten bei der Vermarktung von Online-Anzeigen verklagt
    worden. Die Werbekunden werfen den Unternehmen vor, überhöhte Preise für Anzeigenplätze auf Suchergebnis- und Partnerseiten verlangt zu haben. Und das obwohl ihnen bekannt gewesen sein soll, dass die
    Klickraten teilweise manipuliert gewesen waren. Weiterhin wird Google und Co in der Klageschrift vorgeworfen, sich untereinander bezüglich der Problematik Klickbetrug abgesprochen zu haben, um diese zu
    vertuschen.

    Schätzungen zufolge wird jeder fünfte Klick auf eine Online-Anzeige nicht von einem interessierten User, sondern von Software-Programmen, sogenannten Klickbots, generiert, um die Klickraten zu erhöhen. Da
    die Anzeigen der Werbekunde über diese Klickraten abgerechnet werden, entstehen ihn dadurch höhere Kosten. Mit der Sammelklage soll auch festgestellt werden, in wieweit die Anzeigenvermarkter für die
    Manipulation von Klickraten haftbar gemacht werden können. Diese beteuern, das ihre Systeme solche Manipulationen erkennen würden.

    [eMarket Newsletter 06.04.2005]

    Frau B.

    Popularität von Blogs

    Nur knapp 30 Prozent der Internet User haben schon Blogs besucht

    Blogs werden zwar stark diskutiert, ihre Popularität scheint jedoch überschätzt. Das IT-Portal Cnet zitiert eine Studie des Webhosting-Unternehmens Hostway bei 2 500 Usern. Mehr als ein Drittel dieser Gruppe hatte vor der Umfrage noch nie etwas von Blogs oder Weblogs gehört. Nur rund 30 Prozent hatten schon selbst Blogs besucht.

    Auch das angeblich hohe Vertrauen in Blogs als authentische Informationsquelle erscheint nach den Umfrageergebnissen fragwürdig. Knapp 40 Prozent glauben, dass Blogs weniger vertrauenswürdig sind als Tageszeitungen. 32 Prozent haben dazu keine Meinung. Am ehesten werden Blogs für Informationen zur Politik und aktuellen Ereignissen genutzt. Die Researcher überrasche dies wenig: Die Popularität der Blogs gehe auf ihre Rolle bei den US-Präsidentschaftswahlen im vergangenen Jahr zurück.

    Auf die Frage, ob Blogger die gleichen Rechte wie Journalisten haben sollten, antwortet eine Mehrheit der Befragten mit “Ja”, während 27 Prozent dazu keine Meinung haben. Allerdings meinen 80 Prozent auch, dass es Bloggern verboten sein sollte, die Wohnadresse oder andere persönliche Informationen von Privatpersonen zu veröffentlichen. 72 Prozent sehen das auch im Fall von Prominenten so, 68 Prozent auch bei Amtsinhabern wie Richter oder Bürgermeister. Eine Mehrheit der Befragten hält zudem Bestrebungen von Unternehmen für akzeptabel, die Blogs ihrer Mitarbeiter zu zensurieren.

    Nächste Einträge »